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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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199 iner Und ſo ließ denn das bekennende Paar ſich in leb⸗ hafter Wechſelrede über ihre Liebe und Lage aus. Der

Muth und die Entſchloſſenheit des jungen Grafen, das

eiſt edle Selbſtgefühl Mariannens, gepaart mit der echt es weiblichen Bereitwilligkeit, ſich würdig zum Geliebten ver zu halten, oder mit Würde zurückzutreten, erfreute und

verſöhnte den geiſtlichen Herrn mit dem ſo unerwar⸗ ſden tetem Bund, und verſetzte ihn, ſo wie ſeine Gattin in die heiterſte Stimmung.

„Ich geſtehe,“ ſagte er,„

es hat mich recht betroffen gemacht, als ich Euch ſo Hand in Hand herankommen ſah, nachdem ich eben meiner Frau unſere wunderliche Unterhaltung mit der Gräfin über Mariannens Lie⸗ 4 benswürdigkeit erzählt hatte. Sie haben ihre ausfor⸗ ſchende Liſt nicht bemerkt, Albert; aber ich ſehe nun, daß doch nicht bloß jene Liſt, ſondern auch Ihre arg⸗ loſe Schwärmerei zum Ziel gekommen iſt. Ich hatte jenen bänglichen Augenblicken den reizenden Humor nicht angemerkt, der ſich hinter denſelben verſteckte. Unſere Marianne nämlich, mußte ihr liebenswürdiges Selbſt bei Seit legen, und Albert hob es ſchnell auf; ſie mußte ein vornehmes Selbſt annehmen, und Al⸗ bert konnte nun beide gegen einander austauſchen. 3 Die Kämpfe, die Albert noch zu beſtehen haben

wird,— wer möchte ſich darüber täuſchen!— iſt er

ja zu beſtehen bereit, und in dieſem Turnier mag