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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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als ich Dich ſuchte; ich fürchtete, es könnte mir darin mit all' Deiner Liebe ein abweiſender Stolz Deiner untergeordneten Herkunft begegnen. Nein, Marianne, fort damit! Wir haben uns gefunden, und nun laß uns dieſem ſtillen, heiligen Abend unſere Vorurtheile, unſere falſchen Stimmungen zum Opfer bringen

„O nein, Albert, das iſt es nicht, was ich em⸗ pfinde, was mich— nicht um mich, fondern um Dich bewegt. Ich wäre ſtolz genug darauf, nicht eine ge⸗ borne, ſondern nur Deine erwählte Gräfin zu ſein,

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edler Mann, und muthig genug die Welt zu verdienen, in die Du mich einführſt. Aber das Lächeln dieſer Hochmüthigen, an das Du mich erinnerſt und das mich erniedrigen ſollte,— nun Du mich liebſt und erwählſt, wird ſich in giftigen Haß verwandeln und Dir durch Widerwärtigkeiten aller Art den Frieden und das fröhliche Schaffen Deiner Zukunft verderben. Nein, Albert, nein, ich will Dich ja nicht verlieren, indem ich Dich um Dein edles Selbſt bringe! Ich liebe ja nicht mich, ſondern Dich, und könnte dieſes Glückes meiner Liebe froh ſein, auch wenn ich Dich in Deiner edlen, ungehemmten, ungekränkten Thätigkeit nur immer ſchaffen und ſtreben ſähe. O laß mir dieſes Glück, laß mich zurück bleiben in meiner dienenden Stellung, wo mein Herz, Dir nahe oder fern, von der ewigen

Erinnerung an Dich und Deine Liebe lebt.“