die wunderlichſte Neckerei des Zufalls, der innigſte und feierlichſte Zug ſeines Herzens als Liebe zu Mariannen offenbar geworden ſei.—„Das muß ich Dir erzählen,“ ſagte er,„und Du wirſt mich auslachen. Man zeichnet den Amor als einen liſtigen ſchalkhaften Knaben, der Liebe erweckt: mich, in dem er ſie erwecken wollte, hat er erſt wieder zu einem töppiſchen, gedankenloſen Knaben gemacht. Die Liebe, glaub' ich, ſucht den Menſchen am liebſten von der Seite auf, wo er eine Noth, ein Bedürfniß hat. Ich ſehnte mich nach Verſtändniß, nach Vertrauen, die ich bei meinen Angehörigſten vergebens ſuchte und bei Dir, theure Marianne fand. Könnt' ich Dir ſagen, wie beglückt und befriedigt ich mich in dieſer Hingebung fühlte! Alle Gewinnſte des Herzens, die ich im Verkehr mit Dir, in Gedanken an Dich machte, trug ich ſeelenvergnügt unter der Rubrik des Vertrauens in mein Lebensbuch. Eine täuſchende Stim⸗ me,— ſtatt„Du liebſt, Du liebſt,“ rief immer nur in meinem ſelbſtſüchtigen Herzen: Du wirſt verſtanden, glücklicher Albert. So ging es mir wie einem gedanken⸗ loſen Spieler, der am grünen Tiſche ſeinen ſilbernen Thaler auf der einen Nummer des Glücksrades ſtehen läßt, bis er eine Summe gewonnen, die ihm dann in Gold ausgezahlt wird. Und nun höre, wie mir mein Vertrauen ſich in Liebe ſummirt' und umgewechſelt hat! Nämlich, wie Du die Ankommenden heut empfingſt,
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