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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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„Glücklich?“ ſeufzete er.„Nein, ich weiß es, von heut an weiß ich's, nein, ich würde es nimmer—!“

„Nicht?“ fragte ſie mit erſchrocknem Aufblick. Doch ſchnell ſenkte ſich ihr ſchweres Auge; ſie preßte die ge⸗ falteten Hände gegen die Bruſt, ihre Lippen bebten, ſie bewegte ſanft und wie beklagend den Kopf und ſchmerzlichen Blicks gegen Albert rief ſie mit erſtickender Stimme:

„Nicht glücklich, und doch wollen Sie, oder=—2

—— O Herr Graf,— der Himmel ſegne Sie! Ich flehe täglich zu Gott, daß Sie— daß Ihnen

—! Lieber Albert, daß Sie nicht unglücklich werden!“

Thränen ſtürzten aus ihren Augen; ſie wollte ſich abwenden, all' ihr Leid verbergen, und ſank in Alberts Arme.

Ob er ſie erfaßt, ob ſie ſich hingegeben: es war kein Zeuge da, der es ausgeſagt hätte, und Niemand, der die Minuten zählte, in denen Mariannens thränen⸗ lächelnder Aufblick und Alberts ſeligglänzendes Auge ſich verſtanden, die Lippen wieder und wieder das ſtumme Verſtändniß beſiegelten, und mit Du und Du die neue Sprache der Herzen laut wurde.

Und was hatten ſie nun nicht, in dieſer neuen Sprache, Eines dem Andern zu bekennen! Marianne, wie lang ſie ihn ſchon geliebt und es mit ſeliger Angſt verborgen habe, Albert,— wie ſpät ihm erſt und durch