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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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„Ah ſo! Und da meinſt Du, ſie hätte mir gouver⸗ nantenehrlich geantwortet: Nur, weil auch ich zurück⸗ geblieben! Wir haben uns ja gleich bei unſerer Ankunft auf dieſe Vermuthung verſtanden, meine ſcharfſinnige Beatrix; aber— wir haben uns auch beide übereilt.“

„Uebereilt? Du wirſt es eben wieder klug angefangen haben!“

„Ganz klug, wenn Sie einige Nachſicht haben wollen! Ich habe die Gouvernante im Vertrauen gebeten mir zu ſagen, was etwa zwiſchen der Gräfin und ihrem Sohne vorgefallen ſei, damit wir bei unſerer Zuſammen⸗ kunft mit ihr keine Unſchicklichkeit, keine Bétiſe begehen möchten. Es ſei durchaus nichts vorgefallen, hat ſie mir geantwortet, hat mir von dem herrlichen Konzert erzählt, das jüngſt hier ſtattgefunden, und worin die Comteſſe und„der Herr Graf“ zum Entzücken geſpielt hätten. Vor der Abreiſe habe die gnädige Gräfin eine lange Conferenz mit dem Sohne gehabt, und darauf ihr, der Gouvernante, ſehr vergnügte Befehle zu Ein⸗ richtung von Zimmern für die Frau Generalin von Edesheim gegeben, die hierher kommen und ein Familien⸗ feſt veranlaſſen werde. Verſtehen Sie, theure Gemahlin, was ein von der Generalin commandirtes Familienfeſt heißen will?“

„Die Generalin?“ wiederholte nachdenklich die Grä⸗ fin.„Freilich, das iſt ein Umſtand, den die Mamſell