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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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mehr darauf zu gut als geiſtige Zauberin zu er⸗ ſcheinen. Sie unterhält, wie man ſich zuflüſtert, ge⸗ heime Beziehungen, um Verborgnes zu erfahren, Ver⸗ wickeltes zu löſen, Auseinandergehaltnes zu vereinigen und— vielleicht zuweilen auch Verbundenes zu entzweien. Sie liebt es, hier wo ſie etwas insgeheim Vorbereitetes vorausſagt, dort wo ſie mit etwas Unerwartetem über⸗ raſcht, durch beides in den Augen der Geſellſchaft un⸗ begreiflich zu erſcheinen. Sie ſetzt aber nicht immer in heitre Bewunderung ihres feinen Verſtandes, ſondern zuweilen auch in einer Beklommenheit vor den heimlichen Verbindungen, ohne welche ſie doch gar manches nicht zu Stand bringen könnte. Und, um alles zu ſagen, ſo weiß man am Ende nicht, ob ſie bei ſolchen Zau⸗ bereien nicht manches opfert, was mehr werth iſt, als was ſie dabei gewinnt.“

„Höchſt intereſſant, meine Gnädige,“ rief Albert aus, und mit feinem Blick abgewogen!

„Ich bin beſcheiden genug, lieber Graf,“ entgegnete ſie„Ihnen zu geſtehen, daß andre Augen als mein Vlick es abgewogen; ich bin wenig mit der Zauberin in Berührung gekommen.“

„Wiſſen Sie, was dieſer Zauberin Sidonie zur Strafe oder zur Beſſerung widerfahren müſte?“ fragte Albert.„Sie müſte einem Manne begegnen, den ſie zu bezaubern wünſchte, dem ſie aber nur mit ihren