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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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in ihm die Erinnerung an die hier verlebten Tage auf und feſſelte ſeinen Schritt. Mit wunderbarem Behagen über⸗ blickte er noch einmal den heimlichen Raum. Wehmü⸗ thige Träume zogen herauf: die innigſten Stunden, alle die ſehnſüchtigen Empfindungen ſeiner Vergangenheit ſchienen wieder wie duftende Veilchen aufzublühen. Er verlor ſich eine Minute lang in jene glückliche Zeit, die jetzt hinter ſeinen Reiſe-Erlebniſſen wie ein verlornes Paradies lag. So überhörte er ſanft herankommende Schritte. Es war Marianne, und ſie fuhr erſchrocken und entrüſtet zurück, als ſie den Beſuch erblickte.— — O, Herr Graf! rief ſie im Tone der Kränkung und des Vorwurfs zugleich.

Graf Albert empfand Beides, und es lag nicht in ſeiner Denkungsart, ſich im Bewußtſein ſeines Standes und mit der Gewandtheit ſeiner Weltbildung darüber hinaus zu ſetzen. Indem er ſchnell das Zimmer ver⸗ ließ, entſchuldigte er ſich mit der Befangenheit eines edeln Herzens.—„Ich ſuchte meine ehemalige Woh⸗ nung auf,“ ſagte er.„Man hat mir nichts von der neuen Anordnung geſagt. Und als ich da ſo befremdet umherblickte, empfingen mich liebe Erinnerungen mit der ſüßen Würze Ihrer friſchen Veilchen. Vergeben ſie mir Fräulein— ich habe ihren Zunamen vergeſſen— Fräulein Marianne! Wenn Sie wüßten, welche heim⸗ lich frohe Stunden ich hier verlebt, welche Bilder