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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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meiner Zukunft ich hier verträumt habe—! Um dieſes Andenkens willen vergeben Sie einem eben Heimgekehr⸗ ten, nicht wahr?“

Er reichte ſeine Hand hin, und ſie, ängſtlich und verwirrt, legte die ihrige zur Hälfte hinein, indem ſie den lächelnden Blick nickend zu ihm aufſchlug. Er hob die kleine, zarte Hand ſeinen Lippen entgegen mit den innigen Worten:„Mögen Sie in dieſen Zimmern ſich recht lange ſo glücklich finden, als ich es war! Auf Wiederſehen bei Tiſche!“

Er verneigte ſich mit freundlichem Ernſt und eilte zurück.

Marianne, aufs tiefſte bewegt, ſtürzte in das Zim mer, das ſie hinter ſich verſchloß. Eine Weile ſtand ſie wie ſich beſinnend, bis ſie, umher blickend, ihre zerſtreuten Sachen erkannte.—„Und das alles hat er geſehen?“ flüſterte ſie und ſchauerte zuſammen. Sie wankte nach dem Sopha, barg ihr Geſicht in die Kiſſen und brach in helles Weinen aus!— Aber von ihrer eigenen Stimme betroffen, nahm ſie ſich zuſammen, ſtand auf, und unter dem Wegſtreichen der Thränen glitt ein erröthendes Lächeln über ihr Geſicht.„Mag er doch!“ lachte ſie leicht hin.„O, er iſt ein edler Menſch! Und ich ſoll hier ſo glücklich werden, wie er es war? Ach ja! ich will hier zwiſchen ſeine Exinne⸗ rungen— auf den Goldgrund ſeiner Träume, die dun⸗