Aber Du, Eugenie, nimm Deinen Burnuß mit hinab!“
Albert bat um Erlaub, ſich vorher ein wenig um— zukleiden und eilte durch die nächſten Zimmer.
„Wie blühend er ausſieht!“
„Er iſt auch etwas ſtärker geworder, männlicher!“ „Und wie ſtolz und doch anmuthig er ſich bewegt!“
Dieſe Ausrufungen wurden hinter dem Fortgeeilten
laut.—— . Dieſer ſelbſt ſchritt mit der Aufregung eines an— 2 genehmen Eindrucks, deſſen er unbewußt war, ſeiner 4 ehemaligen Wohnung zu. Wie ſtand er aber betroffen dda, als er die trauten Zimmer bewohnt fand! Erſt blieb er noch in der Thür ſtehen, dann zog es ihn doch hinein. Marianne, die ihren Anzug beeilen mußte. hatte eine kleine Unordnung mit Sachen hinterlaſſen, die ſonſt einem unverheiratheten Manne nicht zu Ge⸗ ſichte kommen. Auch mochte die erſte, myſteriöſe An⸗
wandlung, die mit dem Veilchengeruche des Gemaches den Eingetretenen überkam, der Empfindung eines Bräutigams gleichen, der, ſeine Verlobte ſuchend, un⸗ I erwartete ihr Ankleidezimmer betritt. Eine Aengſtlich⸗ keit, aber eine ſolche, die eher feſſelt als abſchreckt, regte ſich, und im Augenblicke fiel ihm ein, daß wohl die neue Gouvernante hier eingewieſen ſei. Raſch wandte er ſich nach der offenen Thür. Aber da ſtieg


