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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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ein Mann auch von ſeiner Weisheit ausgiebt, deſto mehr Raum gewinnt er für die Thorheiten des Herzens.“

„Sie dürfen es ſchon ſo nennen, mein Freund,“ erwiederte Frau von Wallberg:„Sie gehören ja mit in das Compagnie-Geſchäft, das bei unſerm Albert auf die Thorheit des Herzens ſpeculirt.“

„Ganz recht!“ lachte der Graf.„Aber— beiläufig zu bemerken— Sie rechnen auf eine Schwäche der Männer und vergeſſen darüber eine Schwäche der Frauen. Wenn wir denn einmal für ſo belehrungs⸗ ſüchtig gelten ſollen— warum wollen die Damen ge⸗ rade im Hauptcapitel ihres Lebens, in der Liebe, die Vorſtudien mißbilligen, die wir machen müſſen, um gute Lehrmeiſter in der Ehe zu werden?“

Ein ſchalkhafter Blick, den er bei dieſer leichtfertigen Bemerkung auf ſeine Gemahlin warf, regte dieſe zu der lebhaften Entgegnung auf:„Hab' ich mich je um Deine Vorſtudien bekümmert, Bodo?“

Nie, liebe Beatrix, niemals! Wir kamen beide

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wohl unterrichtet zuſammen, und fragten nicht woher wir's haben. So iſt es, und nun wollen wir's aber auch mit Dank erkennen, Liebſte, daß unſere beſte Freundin da die Summe unſerer Liebesweisheit, die ſich in unſerer Eugenie darſtellt, ſo wünſchenswerth an⸗ zulegen bemüht iſt. Aber wiſſen Sie auch, meine Gnä⸗ dige, daß es gerade in Ihrem Intereſſe gemeint war,