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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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den leiſeren und verblümteren Ton des Vorzimmers; ſo daß der natürliche Witz des Grafen mit der Miene eines ſchalkhaften Ernſtes zum Vorſchein kam. Dies war beſonders der Fall, wenn er ſich gern in Wider⸗ part mit allem ſetzte, was von Anderen mit verdientem Enthuſiasmus behandelt wurde.

Während der leichten Unterhaltung hatte die kleine Adele ſehr ſchnell ſo viel Zutrauen zu Mariannen ge⸗ faßt, daß ſie ihr zuflüſterte: rianne, ich will Ihnen drüben den Kuß geben, den mir

„Kommen Sie liebe Ma⸗ Mama nicht abgenommen hat.“

Beide verließen das Zimmer, und der Graf, der Mariannen im Auge behalten hatte, rief nach ihrem Abgang aus:„Hören Sie, meine Gnädigſte, die neue Demoiſelle ſcheint von guter Familie; wo iſt ſie her?“

„Ihre Zeugniſſe nennen bloß ihren Geburtsort, Graf,“ antwortete Gräfin Wallberg.„Nach ihrer Fa⸗ milie habe ich noch nicht gefragt; aber ich glaube, daß ſie ſelber ſehr brauchbar iſt. Sie ſpricht ein charmantes Franzöſiſch, und auch ihr Engliſch wird gerühmt.“

„Apropos! Da ſtehen wir ja bei unſerem engli⸗ ſchen Reiſenden! Sie haben keine neueren Briefe von Albert?“

„Ich denke, er iſt unterweges,“ meinte die Gräfin.

„Haſt Du gehört, Eugenie, daß bei Hofe viel von ihm geſprochen worden iſt?“ fragte die Gräfin Dahn,

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