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Die Herrſchaft von Dahnſtein kam angefahren. Die 3 wechſelſeitigen Begrüßungen waren von Seiten der g empfangenden Dame mehr ernſt und gemeſſen, von Seiten der angekommenen Gräfin aber ſehr lebhaft und zärtlich. Die kleine Adele, an der Hand der Comteſſe 5 b Eugenie, wäre der Mutter gern an den Hals ge— ſprungen, wurde aber an das Schickliche erinnert und 1 an die neue Gouvernante verwieſen, die jetzt vorgeſtellt wurde.
Mariannens Erſcheinung ſchien Eindruck zu machen,
und die Art, wie ſie ihren kleinen Zögling raſch für ſich einnahm, gewann ihr die Freundlichkeit und das heim⸗— liche Wohlwollen der Mutter.
Unter leichten, abſpringenden Fragen und Mitthei⸗ lungen muſterten die Damen ihre Anzüge mit Blicken, ohne ſo geringfügige Dinge anders als ſo beiläufig zur
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Sprache zu bringen. Dennoch ſchien keine geringe Sorg⸗ falt auf dieſelben verwendet. Mutter und Tochter hul— digten dem neueſten Geſchmacke, der durch bauſchige
Unterlagen die ausſtaffirten Perſonen ins Unnatürliche
erweitert. Dieſes war beſonders der Fall bei der Mutter, einer heiter ausſehenden Blondine in den Jahren, worin die Natur ſelbſt den Frauen eine be⸗ hagliche Fülle des Körpers verleiht und ihnen viel äußere Zuthaten entbehrlich zu machen ſcheint. Die Gräfin aber, keine Freundin von dieſem Vorzuge ihrer


