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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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„Ja, Du kleiner Lachaffe,“ fuhr der Vater fort, indem er das Töchterchen herzte,„gewöhne Dir das muthwillige Lachen ab. Ich und Emmy verſtehen uns ſchon.“

„Und ich?“ trotzte Fränzchen.„Würde ich denn lachen, wenn ich Eure Finten nicht verſtände?“

Hiermit waren ſie an den Tiſch zurückgekehrt, wo indeß die Mutter nicht unthätig geweſen war. Sie hatte von einer Haſelhühner⸗Paſtete den gebackenen Deckel abgehoben und eine Schüſſel mit gerollten Nu⸗ deln zum Warmhalten zugedeckt.

„Ha, die Mama!“ rief Emmy.„Sie hat Deine gute Ermahnung nicht gehört, Väterchen,— daß man nicht zuerſt an ſich denken ſoll. Ich ſehe da einen Mont blanc von Macaroni auf ihrem Teller.“

Fränzchen lachte mit den Worten:

„Und am Fuße des Mont blanc ein Schlachtfeld von abgenagten Knöchelchen,— ihrem Zahnweh zum Trotz.“

„Zahnweh? Was habt Ihr mit Zahnweh?“ fragte die Mutter.

„Still, Kinder!“ rief Delius.„Schweigen wir über das Opfer der Wahrheit, das uns die Küchen⸗ ſchürze einer vortrefflichen Mutter abgenöthigt hat. Aber, Sannchen, Du trägſt hier neben Deiner edeln Naſe ein Zeugniß in Kohlenſtaub über Deine talent⸗

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