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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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volle Thätigkeit. Komm, Mütterchen, wir bedürfen ſolchen Atteſtes nicht.“

Er wiſchte ihr mit ſeiner Serviette den Staub weg, indem er, ihre Wange küſſend, ſagte:

„Fort mit der Schrift! Hier halten wir uns an die Tradition, an Deine Küchenüberlieferung!“

„Und an die Werke, Väterchen!“ rief Emmy. „Gib Deinen Teller, ich will Dir gute Stücke vorle— gen. Denn Du haſt drüben prächtig extemporirt,— mit dem Engliſchlernen. Wir haben nicht daran ge⸗ dacht.“

„Wenn nur der kleine Grasaffe nicht gelacht hätte,“ verſetzte der Papa, indem er eine geſiegelte Flaſche Me⸗ doc öffnete.

„Was? Ich ſoll nicht lachen, wenn Du ſo gut ſpielſt?“ rief Fränzchen.

„Naſeweis! Aber in allem Ernſt, Kinder, nehmt Euch zuſammen! Euer Vater hat immer ſeine chriſt⸗ lichen Abſichten, wenn er etwas ſo oder ſo ſagt. Be⸗ ſonders benehmt Euch klug gegen die Gouvernante,— das rathe ich Euch Beiden! Die Weikart iſt pfiffig ſo viel hab' ich bereits weg; ſie iſt aus Merkshauſen.“

Fränzchen erwiderte, mit feierlichem Ernſte decla⸗ mirend:

Die Schulmeiſterin aus Merkshauſen, Sie merkt des Vaters Flauſen.