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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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wohnt dort oben, einige Stufen unter der Kirche. Aber wollen Sie nicht einen Augenblick eintreten, da mit ich Ihnen die Bewandniß Ihres Irrthums er⸗ kläre.

„Recht gern! Irrthümer muß man ſo ſchnell wie möglich los zu werden ſuchen, lächelte ſie.

„Gewiß, und Sie kommen dann um eine ſolche Laſt leichter den Berg hinauf,“ lachte er mit, reichte ihr artig die Hand und führte ſie in ſein Zimmer auf das Sopha.—„Ich vermuthe in Ihnen die er⸗ wartete Erzieherin für Comteſſe Adele,“ ſagte er.„Hal⸗ ten Sie mich aber ja nicht für neubegierig und mein etwas hartes Sopha für eine Folterbank. Ich ſtehe in einiger Verbindung mit der Familie. Ich heiße Heim⸗ berger und war früher Patronatspfarrer des ſeligen Grafen auf ſeinen Beſitzungen in Schleſien, wurde als Erzieher des Grafen Albert hieher berufen, führte den jungen Herrn auf die Univerſität, und wohne nun hier ohne beſonderes Amt. Die Leute nennen mich immer noch den Pfarrer, und Herr Delius macht daher gern den Metropolitan geltend, um nicht mit mir ver⸗ wechſelt zu werden. Da haben Sie nun wahrſcheinlich nach dem Herrn Pfarrer gefragt und ſind zu mir ge⸗ wieſen worden. Die Leute, ſehen Sie, haben mich lieb, und weiſen mir gern was Liebes zu.

„Sie ſind ſehr freundlich!“ lächelte Marianne.„Die