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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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nicht gekommen bin. Sie wird Nachſicht mit meiner bürgerlichen Unbeholfenheit haben.“

„Mit der wärmſten Anerkennung Ihrer ſchönen Vor⸗ züge werde ich es thun, liebes Fräulein Marianne,“ verſetzte er;„ich wünſchte es nur auch mit Ihrer ein fachen Anmuth zu können. Aber dieſe vornehmen Leute, die ſo gern Alles wiſſen wollen, ohne ſich mit Fragen etwas zu vergeben, kommen überall um das Beſte, was man eben aus den friſchen, unmittelbaren Ergüſſen des Lebens, zumal der menſchlichen Seele, ſchöpft. Sie ha⸗ ben alſo ſchon einen Weg der Fügung, der Unterord⸗ nung gemacht, meine Freundin, und das wird Ihnen für Ihre jetzige Stellung zu Gut kommen. Es iſt ein reiches ſtolzes Haus, in das Sie eintreten mit Ihrer heitern, erwartungsvollen Jugend, mit dieſem 4 Drange des Herzens, das ſich, ſo empfänglich für Alles, über Alles ergießen und ausbreiten möchte, und überall nur an kalte, ſchroffe Felſen ſchlägt, auf denen hochmü⸗ thige Burgen prangen. O ja, man ſtößt hier leicht an und kann es leicht verderben. Ich ſelbſt habe mir jedoch mein Anſehn, meine Geltung geſichert. Schließen Sie ſich uns mit Vertrauen an! Meine Töchter, trefflich begabt, ſind noch ein wenig— Kindsköpfe; aber meine Frau wird Ihnen gern eine ältere, wohlwollende Freun⸗ din werden. Meine Suſanne iſt eine ausgezeichnete Wirthin. Wie könnten wir uns auch ſonſt bei ſehr

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