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Mutter den lebhafteſten Eifer. So brachte ich es bald dahin, daß ich in einem großen Inſtitut, beſonders für junge Engländerinnen, als Unterlehrerin eintreten konnte. Hier fand ich Gelegenheit, im Verkehr mit einem für die franzöſiſche Converſation aus Nancy verſchriebenen Frauenzimmer, mich in reiner Ausſprache und eigen⸗ thümlichen Wendungen des Franzöſiſchen zu vervoll⸗ kommnen und zugleich mit meinen jungen Engländerin⸗ nen beim Unterricht im Deutſchen das Engliſche zu üben. Mit der Mutter einer jungen Dame aus Lon— don machte ich letzten Sommer als Geſellſchafterin noch eine Reiſe ins Bad und in die Schweiz. Sehen Sie, das ſind die heimatlichen Regionen für meine fremden Sprachen. Nebenher habe ich gezeichnet, ohne es weiter gebracht zu haben, als zur Bildung meines Auges für Gemälde, und in der Muſik bin ich eben auch nicht bis zur Virtuoſin gekommen. Ich habe es mehr auf ge⸗ ſchmackvollen als auf brillanten Vortrag abgeſehen, und meine Stimme hatte auch mehr Beruf für die Kam⸗ mer, als für den Concertſaal. Aber die Art und Weiſe, wie ich das alles lernte und betreiben mußte, hat mir vielleicht eine gewiſſe Uebung und Fertigkeit im Lehren für Anfänger gegeben. Dies iſt es, Herr Metropoli⸗ tan, was Sie der gnädigen Gräfin berichten und mit
Ihrer günſtigen Erklärung begleiten wollen. Bemerken 8 Sie ihr auch, daß ich in Kreiſe ihres Standes noch
4 ¹ Koenig, Marianne I. 2


