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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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Frau chönen vohnen

ich

Gna

inden,

Säle und Cabinette gab ſich durchaus reich, vielleicht etwas überladen.—„Sehen Sie, Mademeiſelle Weikart, da hangen der junge Herr Graf!“ erinnerte Chriſtian.

Es war ein großes Oelbild, ſo glücklich ausgeführt, daß Marianne beim erſten Hinblick über die Lebhaftig⸗ keit deſſelben ordentlich erſchrak,— ein ausdrucksvolles Geſicht mit ungemein tiefen, ſinnigen Augen; der ernſte Mund wie zum Sprechen etwas geöffnet und das reiche dunkle Haar in maleriſcher Unordnung. Etwas Schwär⸗ meriſches in Haltung und Ausdruck des Kopfes war unverkennbar, aber um ſo einnehmender.

„Gleicht es, lieber Herr Horſt?“ fragte Marianne, von dem Bilde gefeſſelt.„Doch ja, es muß gleichen: es iſt ſo— wie ſoll ich ſagen?— ſo eigen!“

„Es glich ungemein, als der gnädige Herr es beim Antritte ſeiner Reiſen vor zwei Jahren zurück ließ,“ antwortete der Diener.„Graf Albert iſt bis auf die ſchlanke Geſtalt, die er vom ſeligen Vater hat, das Abbild ſeiner früher verſtorbenen Mutter, nicht bloß was den Geſichts⸗Ausdruck, ſondern auch den hohen, edlen Sinn betrifft.“

„Dieſes Letztere, meine ich, ſpricht ſich doch an Stirn und Augen aus,“ ſagte Marianne mit Wärme.

Die Stirn hat doch auch etwas vom Stolze des Hochſeligen,“ erklärte Chriſtian.„Aber, wiſſen Sie, es