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dieſer Stunde ſo bewegt vom Glück Ihrer Zukunft,
daß ich nicht unbefangen genug bin, über die meinige
zu entſcheiden. Ich begleite ja Fräulein Weikart dahin, und— ſehe dann zu, wie's dort iſt.“ Albert, indem er ihm die Hand reichte, ſprach:
wird
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„Schön! Dabei bleibt es! Ich hoffe
Ihnen bei uns gefallen, und wir behalten Sie als einen der Unſerigen.“
Dieſe Erwartung erfüllte ſich denn auch bald, nach⸗
„dem, vier Wochen ſpäter, Marianne in ſeiner und der
Frau Roſer Begleitung in Wallberg eingetroffen war. Die Natur umher zog den jungen Mann an, einige Menſchen wurden ihm lieb, und um auch eine Seele lieb zu haben, begegnete ſein reizbares Herz der auf das Einnehmendſte verwandelten Tochter des Metro⸗ politans,— der uns bekannten Emmy. Ihre früher allzuvorlaute Lebhaftigkeit zeigte ſich zu heiterer Anmuth entwickelt, und die ſchöne Begabung ihres im Grund ehrlichen Herzens, das nur im Widerſpruche mit der Unwahrheit des väterlichen Hauſes ſo widerwärtig er⸗ ſcheinen konnte, war beſonders auch durch ihre an Doctor Kohlhepp erlebte Täuſchung zu ſchöner, jungfräulicher Beſonnenheit gereift. Und ein Arzt ſchien ihr einmal vorbeſtimmt.


