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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 2
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kede die Beſitzung die ihr teſtamentariſch als Witwen⸗ ſitz gehört ſich im beſten Zuſtand befinde, da ich annehmen dürfe, daß die Frau Gräfin den Sommer dort am zufriedenſten mit ſich ſelbſt zubringen möchte.

Lieber Albert! wendete Marianne fürbittend ein; doch, er unterbrach ſie mit den Worten:

Nein, Mariannel Anklagen kann ich die Stiefmutter nicht. Gegenüber Deinem blühenden Ausſehen würde auch ſelbſt des Arztes Schuld nur für den Verſuch eines Verbrechens gelten. Aber verbannen muß ich die Frau Gräfin aus unſerm glücklichen Lebenskreiſe, und mit dieſer Verbannung ihrem Hochmuthe zuvorkommen, Dich nicht empfangen zu wollen.Doch, nun kommt auch eine Verbannung an Dich, mein Herz! ſetzte er lächelnd hinzu.Wäre ich heute ſchon ganz wieder mein eigener Herr, ſo wüßte ich, was ich am liebſten thäte. Allein, ich kann mich der morgenden Verlobung nicht entziehen, und werde vielleicht auch eine Miſſion nach der Reſidenz auf übermorgen nicht ableh nen können. Ja, ich will es jetzt auch nicht, da ich mich doch beim Könige zu verabſchieden habe und mich dabei über meine Heirath erklären kann. Nun wünſche ich aber nicht, daß Du während meiner Abvyeſenheit hier bliebeſt, und unſer Doctor hält auch den Gebrauch gerade dieſes Bades nicht für nöthig. Wie wär's, wenn

ihr zuſammen nach dem reizenden Baden⸗Baden hinüber