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ihm nicht zuzuſagen. Er mochte ſich durch den ver⸗ trauten Umgang mit Kohlhepp bloß geſtellt fühlen, und ließ erwarten, daß auch ihm aus der ungläubigen Luft von Wallberg fortgeholfen werde.
Die Frau Gräfin,— wie Albert jetzt die Stief—⸗ mutter nannte— war von Dahnſtein wieder nach Schloß Wallberg zurückgekehrt. Ein Brief von ihr an Albert, im Ton geſchrieben, als ob kein Wäſſerchen getrübt worden, gab Nachricht von der Verlobung der Comteſſe Eugenie mit dem Major Dillfeld, dem der Oberſt-Lieutenant blühe. Sie erkundigte ſich nach der charmanten Baroneſſe Sidonie, und war entzückt von dem Glück und der Auszeichnung die Albert in hohen und höchſten Kreiſen erfahre.
„Das Neueſte von Wildbad ahnt ſie noch nicht!“ ſagte Albert, indem er Mariannen liebevoll zulächelnd die Hand reichte. Ich halte es aber nun für meine angenehmſte Schuldigkeit, ſie von meinem wirklichen Glücke zu benachrichtigen. Ich werde ihr ſchreiben, daß Marianne Weikart, durch den vortrefflichen Arzt der Zauberin Sidonie von der geheimnißvollen Salbe des Doctors Kohlhepp glücklich hergeſtellt, ſich der blühend⸗ ſten Geſundheit erfreue, ſo daß ſie recht bald als Grä⸗
fin Wallberg die Zimmer beziehen könne, wo ihr edles
Dabei werde ich ſie benachrichtigen, daß Schloß Blek⸗ 7 1


