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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 2
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Albert auf dem kürzeren Wege der Landſtraße ſich zu ihnen fand.

Auch er mußte ſich hier am ländlichen Tiſche vor allem gegen die zwei ihm neuen Menſchen bequem ſetzen. Manches war noch zu erörtern, zu befragen, und Marianne, wahrhaft bezaubernd im Gefühl ihres alten und neuen Glückes, in der ausgleichenden Schwebe zwiſchen Erinnerung und Hoffnung, vermittelte leicht und anmuthig das heiterſte Vertrauen und Verſtändniß.

Die Briefe des Grafen enthielten umſtändliche Nach⸗ richten von Heimberger, der ja noch als ein lieber Bekannter des Doctors und der Frau Roſer im beſten Andenken ſtand. Für beide war auch manche jener Neuigkeiten von vertrautem Intereſſe. So die Mitthei⸗ lung über den Arzt Kohlhepp. Auf Verwendung der Gräfin hatte ihm die einflußreiche Partei der Reſidenz eine Berufung nach Rußland als Regimentsarzt zuwege⸗ gebracht. Man hatte die Sache um ſo mehr beeilt, als eine früher niedergeſchlagene Unterſuchung gegen denſelben ſich wieder zu regen begonnen, und die neue, gegen Marianne erfundene Salbe nicht gemacht ſchien, jenen alten Schaden zu heilen.

Der Metropolitan Delius war ſeit Kurzem auch etwas blöder geworden. Er beklagte ſein Befinden und daß es ihm an den Mitteln fehle, Karlsbad oder Kiſ⸗ ſingen zu beſuchen. Das Klima von Wallberg ſchien