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wurf durchzuckte ihre Bruſt. Doch nur einen Augen⸗ blick; denn ihre aufgeregten Gedanken ſtürmten weiter. Sie ſah in ihrer Phantaſie den jungen Doctor mit hoffender Seele zwiſchen den Entzweiten ſtehen, und glaubte ſich darüber nicht zu täuſchen, daß die Unter⸗ handlung zwiſchen den Verlobten keinen guten Ausgang verſpreche. Die morgende Verlobungsfeier werde den Grafen noch recht zu einem ſtolzen Selbſtgefühl erhe— ben, dachte ſie, und ſah es für ihre liebevollſte Theil⸗ nahme an, wenn ſie ihn durch ihres Vaters Abſendung ſo ſchnell wie möglich aus ſeiner peinvollen Situation erlöſe. Die Kürze der Zeit ſollte zu einem Entſchluß
drängen, und den Bruch erleichtern.
Inzwiſchen hatte ſich Graf Albert mit einem klei⸗ nen Unwohlſein von der Abendfahrt entſchuldigt, und war nach ſeiner Wohnung geeilt, den Anzug zu wech⸗ ſeln, und einige Briefe einzuſtecken, mit denen er nach
dem Windhofe wandelte.
Hier hatte der Doctor, mit den Freundinnen über den Wieſenweg ankommend, die länglichen Hallen, die den Wirthsgarten gegen die Mittag- und Abendſonne umſchließen, bereits ſehr beſetzt gefunden, und daher die vereinzelte Laube in Beſchlag genommen, in der ſich ein herzliches Geſpräch recht vertraulich führen ließ.
Kaum hatten ſie es ſich bequem gemacht, als Graf


