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Ich bemerke Dir Das ungern, meine Tochter. Vielleicht iſt auch nur ſein Auftrag Schuld daran. Anfänger nehmen die Geſchäfte allzuſchwer, und Albert zumal iſt für diplomatiſche Angelegenheiten noch viel zu ernſt. Aber, was meinſt Du denn nun zu thun? Sehen ſollen ſie einander alſo nicht: aber— 2“
„Nein, Papa!“ erklärte ſie.„Ich dachte mit Karln zu reden, und ihn mit der Geliebten fortzuſchaffen.“
„Fortzuſchaffen? Willſt Du im Nothfalle die Bade⸗ polizei zu Hülfe nehmen? Geht nicht, mein Kind! Nur nie Widerſpruch in Liebesangelegenheiten, mein Engel! Fördert nicht! Im Gegentheil! Nein, man ſtiehlt ſich lieber in ein Herz, macht ſich breit darin und füllt
es aus. Aber,—— wenn wir lieber den Grafen fortſchafften,— auf eine Weile? Nicht wahr? Ich
ſehe wohl ich muß Dir wieder aus meinem Portefeuille beiſtehen! Höre, Sidonie! Heut Morgen werden ſich Beide nicht mehr treffen. Dann iſt gewöhnliche Tafel bei der Kaiſerin, und nach Tiſche ſoll in ſechs Wagen nach— Enzklöſterchen, oder wie's heißt, gefahren werden. Albert iſt bei Allem von der Partie. Dann findet morgen die Verlobung ſtatt; Gratulation in Gala um zwölf Uhr. Den feierlichen Act darüber entwerfe ich noch heut voraus, ſo daß er morgen raſcher ausgefertigt werden kann, und damit ſende ich Albert an den König. Bis er wiederkehrt, haſt Du die Sache mit Karl ſchicklich


