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tete Frau Roſer;„in der Sache aber,— und darauf möcht' ich alles wetten,— in der Heimlichkeit war's
eine Betrügerin von der alten feindſeligen Gräfin ge⸗ ſchickt, Ihnen eine falſche Nachricht in's Ohr zu ſetzen, und Sie zu einem Abſagebrief zu bewegen. Und bei⸗ nahe wär' es ihr ja auch gelungen.“
Der Gedanke ſtellte ſich Mariannen nach einiger Ueberlegung durchaus nicht verwerflich dar. Indem ſie ſich den ganzen Gang der Unterhaltung mit der Frem den wieder vor die Seele führte, erkannte ſie das Ueberlegte, Berechnete alles deſſen, was die vorgebliche Sängerin vorgebracht hatte. Dies verrieth ſich beſon⸗ ders in der ſo nachdrücklichen Schauſtellung und an die Hand gegebenen Aufforderung zum Verzicht, zum Ent⸗ ſagen, zum Abſchreiben gegen Albert aus Achtung vor ſeinem hohen Weltberufe. Gerade ſo hatte früher die Gräfin geſprochen. Eine ſo gemeine Perſon konnte auch ſolche Empfindungen nicht in der eigenen Seele aufgeleſen haben,— ſie waren ihr eingelernt. Eines nur ſprach dagegen,— die zwei Lieder, die nur in Heimbergers frohem Hauſe laut geworden, und nun von der Fremden doch ſo richtig waren geſungen worden.
„Und was iſt Das mit den Liedern?“ fragte Frau Roſer.
In ihrem Eifer für die Wahrheit vergaß Ma⸗
rianne heut der frühern Rückſicht für den Grafen. Sie


