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und ſie ſolche auch nicht mehr vom Grafen annehmen könnte. Vergebens ſetzte er ihr auseinander, daß ihre Heilung, ihre völlige Herſtellung eine Schuld der Grä⸗ fin Wallberg ſer, für welche der Sohn, ſelbſt abge⸗ ſehen von ſeiner Mitſchuld, einſtehen müſſe.
„Sie mögen in der Sache recht haben,“ erwiderte Marianne,—„Sie können auch meinen Verſtand überzeugen: aber dasmollles widerlegt mein Herz nicht, und es geht gegen mein Gefühl. Dieſem Gewiſſen muß ich aber folgen henn wenn ich alles fahren laſſe, lieber Freund, muß ich mir wenigſtens die Zu⸗ friedenheit mit mir ſelbſt erhalten, weil ich ja ſonſt keinen Halt mehr in der Welt hätte.“
Eine Stille der Ueberlegung und der Erwartung von beiden Seiten entſtand. Der junge Mann war nicht eigentlich unentſchloſſen; allein die Lage der Dinge, die zum Handeln aufforderte, zeigte ſich doch ſo unklar und undurchſichtig, es ſchwebte ſo viel Un⸗ aufgelöſtes darin, und er ſelbſt hielt nicht ohne eigene Vorwürfe mit Dem zurück, was zur Aufklärung füh ren konnte, daß er ſich im Augenblicke keinen Rath wußte, keinen Entſchluß für ſich, keinen Vorſatz für Mariannen faſſen konnte. Da er dieſe aber unter ſeinem nachdenklichen Schweigen ängſtlicher werden ſah, und ſelbſt nicht mißverſtanden ſein wollte: ſo
ſagte er mit dem herzlichſten Nachdrucke, ja mit einer


