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Herzens. Sobald ſie über die neue Erſcheinung an ihrem Fuße ſeine Erklärung, ſeine Beruhigung und Verordnung empfangen, wendete ſie ſich an den„lieben Freund“. Sie faßte ihre Erklärung einfach, ruhig und mehr in's Allgemeine, und verlangte ſeinen ehrlichen, anſpruchloſen Dienſt. Sie fühlte ſich weder geſtimmt, noch fand ſie es ſchicklich ihr ganzes Leid gegen ihn aus⸗ zuſprechen, und ſuchtelhes lieber in milden Scherz zu verkleiden.„Laſſen Sie uns einander lieb ſein,“ ſagte ſie lächelnd,„und ſtehen ſie mir in meiner jetzigen Ver⸗ laſſenheit bei. Ich habe über Nacht alles verloren, oder— gebe alles auf. Haben gilt daher nicht mehr für uns— weder in der Liebe für mich, noch in der Hoffnung für Sie. Aber, wenn man etwas iſt, vermag man viel— über ſich ſelbſt und für Andere. Bringen Sie mich nach Nettlingen in meine Heimath. Dort aus dem Gaſthauſe hat man den Blick in den Garten des Schulhauſes,— da blühen jetzt meine Roſenſtöcke, wenn auch der Hollunderbaum über das kleine Fenſter meines Kämmerleins hinaus gewachſen wäre. Die Koſten der Reiſe kann ich noch mit gutem Gewiſſen aus den Ihnen übergebenen Mitteln annehmen. Ich war mit der Gräfin übereingekommen, daß ſie, wenn wir einander nicht gefielen, auch meine Rückreiſe zu beſtreiten habe. Und— wir haben einander nicht ge⸗
fallen!“


