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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 2
Entstehung
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Zärtlichkeiten und Gelöbniſſe knüpften ſich an ihre Neckereien, enthüllten ſich aus ihren Scherzen. Endlich ſagte Albert mit einer gewiſſen verzagten Freund⸗ lichkeit:

„Aber nun, mein Herz, ſo wie wir jetzt Hand in Hand, Herz im Herzen ſind, finden wir vielleicht keinen Augenblick wieder vor meiner Abreiſe. Ich dachte Dir erſt morgen früh Lebewohl zu ſagen: laß es mich gleich jetzt thun, und ich reiſe dann lieber noch vor Nacht ab. Es trifft ja gegen Mitternacht ein Bahnzug, an unſerer nächſten Station ein, und der Faden der Er⸗ innerung, an dein Herz geknüpft, ſpinnt ſich glänzen⸗ der in der Nacht fort, und ich flattere daran, wie Dein Maikäfer!“

Sie nickte gerührt zu ihm auf, und er ſprach weiter:

„So lebe wohl, Du meine Seele, und der Himmel behüte Dich!“

Er neigte ſich über ſie her, und ſie umſchlang ihn mit beiden Armen. Ihr Auge ſchwamm in Thränen, der Mund bebte, aber ein Lächeln überwand das zuckende Leid.——„Und wenn Du mir ſchreibſt,“ ſagte ſie,„ſo nenne mich, wie mündlich,„Herzchen:“ denn jetzt, Albert, bin ich nur Herz,— ab vom Auge, das ſich eben noch Deines Bildes freut, bis zu meiner„Roſe,“ die mir als Zeichen gilt, daß ich