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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 2
Entstehung
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höchmüthige Pack! Wir ſind ihnen gut genug, ihre ſchlimmen Rathſchläge auszuführen: könnten ſie uns dieſelben nur auch gleich mit Stockprügeln beibringen, oder wenn wir ſie ausgeführt, die Erinnerung an ihre Herablaſſung uns aus der Seele klopfen! O ich weiß auch was fein iſt: ich hätte die gnädige Dame gleich⸗ ſam nicht verſtehen, und hernach mit dem glücklichen Unglück überraſchen ſollen. Dann hätte ſie ein chriſt⸗ liches Verhängniß, eine Züchtigung des Himmels dar⸗ aus machen können, und wir hätten einen reichlichen Gotteslohn davon getragen. Aber nein! Bezahlen ſollen Ew. Gnaden und wiſſen, daß wir's auf Beſtellung geliefert haben!“

Eben kam der Arzt von Mariannen. Die Schap⸗ pers nahm ihn mit geheimnißvollem Winke bei Seite nach dem entfernten Fenſter, und machte ihm ihre flüſternde Mittheilung. Dieſe fiel ihr leichter, als ſie der Gräfin geworden war, und der Doctor vernahm ſie ruhiger, die ſpielende Hand am Backenbart und den Blick unverwandt nach der entfernten Waldhöhe gerichtet.—

Als ſie fertig war, ſagte er, unruhig hin und her blickend, leiſe:

„Ich verſtehe ſchon,— die edle Dame will mir in's Handwerk pfuſchen. Sie meint— Hlllenſtein⸗ ſalbe wäre beſſer, als—.“