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denen Weibes, wie aus einem Hohlſpiegel, mit den Zügen des Verbrechens entgegen.——„Ruhig, ruhig denn doch, Sie— ſonderbare Frau!“ flüſterte ſie ab wehrend ängſtlich.„Rede Sie mit dem Doctor! Er
ſoll überlegen, in welche Anſtalt zur Verpflegung wir die Gouvernante bringen, ſobald mein Sohn abgereiſt iſt. Vielleicht kennt er einen Arzt, der in der richtigen Kur fortfährt. Alles auf meine Koſten, verſteht ſich, Alles. Und nun mache Sie ſich fort, Frau! Ich hoffe, Sie wird vernünftig ſein, und— das ſage ich Ihr—!“ Raſch wendete ſich die Gräfin mit drohendem Fin⸗ ger ab, um die Schappers nicht noch einmal in be G theuernde Zuckungen gerathen zu ſehen. Aergerlich, und
muthig, unzufrieden mit ſich ſelbſt, ſchritt ſie durch das Zimmer, und wie ſie vor den Spiegel trat, er ſchrak ſie vor ſich ſelbſt ob der wilden Röthe und IIh leidenſchaftlichen Züge, die ihr Geſicht angenommen V hatte.
Der ſchreckhafte Schauer des Gewiſſens, den die
1 1 Gräfin aus den geheimthuenden Grimaſſen der Frau Schappers genommen hatte, wirkte dagegen auf dieſe
leichtfertige Perſon nur in's Lächerliche zurück.—„Das war ein hochgräflich Geſicht, wie's nicht ſo leicht ein Graf oder Fürſt zu ſehen bekommt,“ murmelte ſie auf dem Gange zu Mariannens Zimmer vor ſich hin.
„Nur unſer Eins ſieht ſo vornehme Masken. O das


