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durch das Schloß und über die langen Gänge zu kommen brauchten.
In dieſer Ruhe und ſanften Erregung wohlthuenden Verkehrs fand Marianne bald wieder mehr Gleich gewicht zwiſchen dem erſchöpften Körper und der über ſpannten Empfindung; wiewohl etwas von jenem Humor, der über Schmerz und Freude lächelnd ſchwebt, dann und wann laut in ihr wurde. So ſagte ſie einmal bei Erinnerung an ihren Fall: Ja, ihr lieben Freunde, Das gehört mit zu den Vorrechten des Adels,— alles, alles, auch das Gift, das ſie uns in die Seele werfen, trägt ihnen Roſen.
Nicht in ſo glücklicher Stimmung befand ſich die Gräfin. Sie war wirklich nach Mariannens bildlichem Ausdrucke— niedergeworfen. In das Sopha zurück geſunken, das Bild des Sohnes ſiegreich über ihren Häupten, fühlte ſie ſich wie überwältigt von dem ſtolzen Worte der Gouvernante— eine würdigere Wallberg zu werden. Dabei konnte ſie ſich der Ueberzeugung nicht erwehren, daß es ſich doch um eine reinere und ernſtere Liebe Alberts zu Mariannen handle, und daß ihre übereilte Vermuthung als beabſichtigte Schmach erſcheine, wofür ſie ſich gegen die Gouvernante zu hoch und ſtolz empfand, und was ihr gegen Albert die bitterſte Beſchämung erregte.
So war die der Gouvernante zugemeſſ'ne
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