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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 2
Entstehung
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eine von der Species die man Katzenpfötchen nennt, und die niemals welkt.

Marianne aber, bei allem jetzigen Humor ihrer etwas aufgeſpannten Seelenſtimmung, begünſtigte den n Arzt in ſeiner Spaßhaftigkeit durchaus nicht; ſie behan⸗ delte ihn vielmehr mit einer gewiſſen Zurückhaltung, die r wie Mißtrauen ausſah, und ihn befangen oder zuweilen n gar widerwillig machte.

Mit Frau Schappers konnte Marianne ſchon eher

zufrieden ſein. Die Frau beſaß einen zuvorkommenden h Blick für die Bedürfniſſe eines Kranken und eine leiſe,

gewandte Hand für Behandlung eines leidenden Körper⸗

theiles. Dabei hütete ſie ſich, eingedenk ihres erſten

g Begegniſſes mit Mariannen, vor allen leichtfertigen h Aeußerungen und Anſpielungen. Hätte nur das Lächeln,

.—2.——2... womit ſie ihr Thun und Laſſen begleitete, nicht an ihre

d frühere Zudringlichkeit im Wald erinnert, und ihr h ſchelmiſcher Blick, ſo oft der junge Graf erſchien, at nicht einen ſtillen Triumph ihres Scharfſinns ver⸗ t⸗ rathen!

n⸗ Ein wohlthuenderes Paar erſchien, vereint oder n vereinzelt, zu Mariannens Unterhaltung in den Freun⸗

g den Heimberger und ſeiner Erneſtine. Um es beiden zu erleichtern, ließ Albert eine bisher verſchloſſene und mit Geräth verſperrte Treppe des Flügelbaues in den Park öffnen und reinigen; ſo daß die Beſuchenden nicht

Koenig, Marianne. II. 3