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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 2
Entstehung
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gleich dahin zu bringen, aus Beſorgniß die roſenartige Entzündung, die ſich um den Knöchel des linken Fußes bildete, möchte bei der eingetretenen unfreundlichen Wit terung einen gefährlichen Einfluß nehmen. Dieſe Für ſorge und das ganze ernſthaft-ehrerbietige Benehmen⸗ 1 des Doctors flößte dem Grafen alles Vertrauen in die richtige Behandlung des Leidens ein, das ſich nach der Behauptung des Arztes mit ungewöhnlichen Symptomen hervorthat. In Alberts Abweſenheit fiel der Doctor freilich gern in ſeine leichtfertige, nach Witz jagende Laune zurück, die durch ſeinen ſtechenden Blick noch widerwärtiger wurde. Auch war es Mariannen unan genehm, daß er zu gleicher Zeit die Gräfin zu behan⸗ deln hatte, und ſeine erſte darauf bezügliche Aeußerung kam ihr wahrhaft ſchauerlich vor. Er ſagte nämlich bei ſeinem zweiten Beſuche:

„Ich komme eben von der alten Gräfin,“— und er lächelte bei dem Worte„alten“ Mariannen, bhezüglich der künftigen neuen Gräfin, ſchalkhaft an;— ſie hat ſich, wie ſie ſagt, einer gehabten Alteration wegen et⸗

was Niederſchlagendes verſchreiben laſſen. Sie erkun⸗

digte ſich auch einigermaßen nach Ihnen, Fräulein Weikart, und ich mußte im Stillen die Betrachtung machen, was doch ſo ein Frühling für verſchiedene Ge⸗ wächſe hervortreibe. Sie z. B. haben eine Roſe, bei

der Alten bildet ſich, glaube ich— eine Diſtel,—