Drittes Kapitel.
Bedenkliche Abſichten.
Die nächſten Tage vergingen ſehr ſtill und abge⸗ ſchloſſen in zwei nebeneinanderliegenden Lebenskreiſen, die ſich um zwei ſehr verſchieden geſtimmte Frauenher⸗ zen bewegten. Wie zuweilen im Schauſpiel die Bühne getheilt erſcheint; und den Zuſchauer in zweierlei Haus— haltungen blicken läßt, worin das Abſtechendſte vorgeht und ſich doch auf einander bezieht: ſo lag jetzt im Schloſſe Wallberg das Kabinet der Gräfin mit ihren Monologen und das Krankenzimmer Mariannens mit wechſelnden Auftritten nicht weit von einander.
Albert hätte ſeine Verlobte viel lieber im Heimber⸗ ger'ſchen Gartenhauſe, in jenem von ihr verlaß'nen Gaſtſtübchen und in der Pflege der vortrefflichen Haus⸗
frau gewußt: der Arzt aber rieth davon ab, ſie jetzt 3 5 3


