Zuſtande zu machen.—— Nicht wahr, ich bin doch nicht ſo ganz ohne Sinn für Das, womit Sie meinen Sohn„unauflöslich“ zu feſſeln dachten. Ich ſehe, Sie haben mich verſtanden!“
Jetzt richtete ſich Marianne mit einem Blickngoll Verachtung auf, und ihre bebende Stimme wurde bald feſt und voll, als ſie ſprach:
—
„Verſtanden? O Sie wiſſen ſich auszudrücken! Sie
ſi ſind adelig und chriſtlich genug, Schmach auf ein armes Herz zu häufen. Doch über uns, Gräfin Wallberg.
— waltet in dieſer Stunde Ihres Hochmuths ein ewiges Auge,— Zeuge und Richter zwiſchen Ihrem Adel und
meiner Unſchuld! Ja, ichthabe Sie verſtanden, Sie
aber mich nicht. Ich habe Ihre Schmä⸗ hung nicht zu verſtehen; ich w nicht gehört haben, was Alberts Mutter erſinnen und ſagen konnte: doch— t es iſt jg nur ſeine Stiefmutter!———— Ich darf mich k für entlaſſen anſehen:— Ihr Herz ſcheint ja befriedigt; aber Ihren Zweck haben Sie nicht erreicht: Sie haben mich erniedrigen wollen, Gräfin Wallberg; Sie haben mir aber nur zu dem Theil des Selbſtgefühls meiner Würde verholfen, der mir noch fehlte. Ich wußte nur, daß ich nicht adelig bin: nun habe ich aber mit Stolz empfunden, daß ich für Alberts Glück und um eine würdige Wallberg zu heißen,— ſo
nicht adelig ſein darf, wie Sie es ſind!“


