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ſich oder einem ehrlichen Freunde zu Rathe zu gehen. Und, ſehen Sie, dazu will ich Ihnen gern entgegen kommen. Nehmen Sie dieſen Seſſel! Ich ſehe, daß Sie angegriffen ſind, und das gibt mir einiges Ver trauen.——— Unſer Verhältniß iſt begreiflicherweiſe gelöst. Ich beklage es aufrichtig; denn ich war ſehr zufrieden mit Ihnen in Betreff meiner lieben Adele. Nehmen Sie es als ein kleines Zeichen meiner Aner kennung Ihrer Bemühungen, daß ich Ihnen den ganzen Jahresgehalt hier bereit gelegt habe. Hier bleiben können Sie nicht; Sie haben hier keine Stellung und kein Heimathrecht; aber Ihr gutes Fortkommen bleibt meine Sorge. Ich habe Verbindungen und werde ſie benutzen, Ihnen einen Platz zu verſchaffen, wo Sie beſchäftigt, geſchätzt, befriedigt ſind und— vergeſſen können.“
„Ich bin gerührt von Ihrer Güte,“ erwiderte Ma⸗ rianne im Ton kalter Höflichkeit;„aber in meinem Verhältniß zu Albert kann ich ohne ſeine Zuſtimmung zu meinem Gehen oder Bleiben oder Unterkommen nichts verſprechen.“
„Sie haben mich mißverſtanden, Mamſell Weikart!“ verſetzte etwas lebhafter die Gräfin.„Sie ſollen ſich aus eignem Entſchluß, aus Gründen der Vernunft,— gerade um Alberts willen, eine Verbannung auferlegen, ſollen in der Entfernung prüfen, wie viel Ernſt in Alberts


