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jüngſten Geſchenken ganz erſchüttert gefunden. Eine mütterliche Großmuth, mit dem Gewicht ihres hohen Standes verbunden, konnte, ihrer Ueberlegung nach, der eindringlichſten Wirkung auf ein elternloſes Mädchen herz nicht verfehlen.
Allein die Schauſtellung einer Empfindſamkeit, die nicht in der Wahrheit des Herzens ruhte, war zu ſchwach, das Gewicht eines natürlichen Stolzes zu tragen. Sobald die Gräfin Mariannen erblickte fiel ihr ein, daß ſie einer untergeordneten Perſon zu Ge fallen Augenblicke hörte ſie Mariannen den Eindruck aus
— eine Rolle ſpielen wolle. In demſelben ſprechen, den ſie eben aufgab: es verſtimmte ſie auf's tiefſte.
Marianne nämlich, beim Anblicke der Trauernden erſchüttert, eilte auf ſie zu, indem ſie mit faſt knie fälliger Verneigung ausrief:
„Vergebung, gnädige Frau, daß ich Ihnen gerade mit meinem unverdienten Glück dieſen Kummer ver⸗ urſache! Um Alberts willen verzeihen Sie mir!“
„Unverdient? So? Erkennen Sie das doch ſelbſt, Mamſell Weikart?“ entgegnete die Dame etwas ſcharf. Eigentlich habe ich Sie nur Ihres Dienſtes wegen rufen laſſen; da mein Anblick indeß Ihr wahrſcheinlich ſehr verſchuldetes Herz trifft: ſo will ich mich dieſem reumüthigen Entgegenkommen nicht verſchließen. Wohlan


