Druckschrift 
Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 2
Entstehung
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Verhältniß des Herrn Grafen mit der Demoiſelle ſo genau nicht kennen. Mit dem ſchweren WorteVer⸗ lobt, gegen die Generalin geſprochen, könnte der Herr Graf eine zu ſtarke Farbe eingeſetzt haben, die zudring liche Dame ein für allemal abzutrumpfen, um wenig ſtens den Trick zu haben, da ihm die Honneurs ab gehen. Erſcheine ich nun, wenn auch beauftragt, doch als Fremder mit einer wichtigen Miene in einer ihm vielleicht geringfügigen Sache, ſo ſetze ich ihn damit in Verlegenheit; er wird verletzt, empfindlich, ich ziehe mir eine ſchnöde Abweiſung zu und gebe ihm Anlaß ſich ge gen Ew. Gnaden zu beſchweren. Ein Verirrter, wenn er ſich verletzt findet, trotzt leicht, und das Verhältniß wird nur verſtockter, während er ſich zu Dank ver⸗ pflichtet ſieht, wenn man ihm alles Geſtändniß erſpa rend aus ſeiner Verwirrung hilft.

Gut! Aber wie das, Herr Pfarrer, wie ihm ſo ſtill aus der Verlegenheit helfen? Wie?

Ganz einfach, Ew. Gnaden! Entfernen Sie die Gouvernante, die ja in Ihrem Dienſte ſteht, und war⸗ ten es ab, ob Albert ſich beſchämt mit ihr abfindet, oder mit einem Bekenntniß ſeiner ernſten Abſicht für Mariannen beharrlich hervortritt. Denn was er Ihnen ſelbſt darüber ausgeſprochen, ſcheint doch mehr nur in der augenblicklichen Aufregung und mit Bezug auf ſeine Abfertigung der Generalin geſagt. Ich halte es für