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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 2
Entstehung
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fiel, zum Uebergewicht, noch der Gedanke an ihren Abgott Adele mit in die Erwägung. Sollte ſie nun das Kind noch länger auf Dahnſtein laſſen, oder es zurück nehmen? Letzteres war ſehr bedenklich, da das liebe, unſchuldige Geſchöpf mit in den Zwieſpalt des Hauſes gezogen würde. Durfte es denn Mariannen noch als Gouvernante anſehen, oder welche Stellung hatte dieſe Perſon jetzt in der Familie einzunehmen? Alle Zerwürfniſſe mußten erſt wieder ſo oder ſo ge ordnet ſein, ehe der Liebling ſchicklichen Boden fände. Und doch konnte die Kleine auch nicht auf die Dauer dort bleiben, wenn beſonders die Dahn'ſchen, von Alberts Schritten beleidigt, vielleicht gar auf den Vor ſchlag der Generalin eingehen würden, was die Gräfin für einen förmlichen Bruch mit denſelben anſehen müßte.

Nach lang hin⸗ und herwandelnder Ueberlegung kam ihr plötzlich ein vermittelnder Gedanke. Sie eilte an ihren Schreibtiſch. Dem dortigen Beſuche der Ge neralin wollte ſie über Nacht durch einen reitenden Boten zuvorkommen, und warf, darauf berechnet, ein Schreiben auf das Papier, worin ſie der Freundin Dahn Nachricht von den unangenehmen Vorfällen gab. Sie ſtellte vor allem die Erklärung Alberts mehr als eine trotzige Aeußerung ſeines Unwillens gegen die Zu⸗

dringlichkeit der geborenen Margarethe Schelwig hin.