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Fritz Beutel : eine Münchhauseniade / von Hermann Marggraff
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Erſtes Kapitel.

Geweiht iſt die Stätte, wo ein großer Mann geboren wurde. Jedes Sandkorn ſchimmert im

Abglanz ſeiner Größe wie ein Kryſtallberg; jedes Gänſeblümchen entfaltet ſich im Nachſchimmer ſeiner Tugend zur Pracht einer Tulpe; jeder Stachelbeerſtrauch rauſcht im Hauche ſeines Geiſtes feierlich wie eine Ceder des Libanon; jede Schüſſel mit Kartoffeln dampft ſeinem Andenken Mittags und Abends Wolken von Weihrauch. Jean Paul.

Große Männer waren zu jeder Zeit ſelten, nie aber ſeltener als in der unſrigen. Den einzigen großen Mann, den ſie hervorbrachte, hat ſie zu ihrem eigenen Schaden verkannt und unbeachtet gelaſſen. Ich will dieſen großen Mann, aus vielleicht tadelnswerther Beſcheiden⸗ heit, nicht nennen. Es iſt auch nicht nöthig, daß ich ihn nenne, denn Jeder, der dies Buch liest, wird ihn zu nennen wiſſen und an ihm ein Beiſpiel haben, deſſen Befolgung ihn in Stand ſetzen wird, ſich ebenfalls zu einem großen Manne auszubilden. Der Hauptzweck mei⸗ nes Buches iſt, die Befähigung hierzu allgemein zu machen und zu populariſiren.

Der Ort, der mir ſeinen Weltruf und dem ich meine Entſtehung verdanke, heißt Schnipphauſen und liegt in einer Gegend der Mittel⸗ mark, welche ſich durch noch etwas mehr Sand, durch die vielen Bauern, welche auf die Spatzen ſchießen, durch die vielen Spatzen, welche den Bauern in die Schoten fallen und durch dieſe vielen Schoten ſelbſt vor andern mittelmärkiſchen Gegenden auszeichnet. Das Korn wächst dort ſo dünn, wie die Haare auf dem Scheitel eines Kahl⸗