Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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ihn mit pedantiſcher Belehrung über die Heilmittel der arthritis vaga beläſtigte. Mit deſto mehr Milde nahm er briefliche Mißverſtändniſſe Thereſens auf, die ſeine Vorſchläge wegen ihrer künftigen Einrichtungen betrafen. Ein ſanfter Scherz ſchimmert noch in den Tagsberichten, die er über ſich nach Neufchatel gab. Seine Leiden und Sorgen ſah er als feindſelige Rieſen an, die in der Welt ſeien, damit die guten Ritter nicht müßig gehen. »Ich will mich mit den meinigen balgen, ſchrieb er, ſo lang ich zuſammenhalte. Darnach malen ſte mir's auf den Schild, wie ſauer ich mir's habe werden laſſen, und mit dieſen preuves de civisme laß' ich mir dann vom comité revolutionaire in der andern Welt eine gute Stelle geben!«

Eben ſo heiter ſah er ſeine ſcorbutiſche Gicht an, ſo gefährliche Züge ſie bald durch den Arm in den Magen und die Eingeweide machte. Er klagte nur über unſäglichen Schmerz, Schlafloſigkeit und entkräftende Ab⸗ zehrung. Drei der ausgezeichnetſten Arzte behandelten ihn, und ſo wenig, als an Hülfe, fehlte es ihm an Beſuch, freundlichen Dienſten und Anerbietungen. Auch Merlin von Thionoille fand ſich theilnehmend ein. Dabei belebte er ſich an den Nachrichten von den Fortſchritten der Franzoſen, und richtete ſich an Thereſens Briefen auf. Er billigte es, daß ſie und Huber ſich entſchloſſen hatten, in Neufchatel zu bleiben, wobei er noch Ausgangs Decembers auf Wiedervereinigung mit ihnen rechnete. »Wenn ich, ſchrieb er, um Euer Hierſein bisweilen zwei⸗ felnd und verlegen ſcheine, meine innigſt geliebten Kin⸗ der! ſo glaubt nur nie, daß dies aus irgend einer