Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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Vorſätzen ein, beſtellte frühes Kaminfeuer für alle Tage, und ſchickte ſich an, vorerſt und bis ſeine Schriften aus Mainz ankommen würden, an ſeiner Darſtellung der mainzer Revolution, ſo wie an den pariſer Umriſſen fort zu arbeiten. Um eine Bedienung wollte er ſich beim Miniſter nicht drängen, ſondern ſich auf ſeine täglichen 18 Livres beſchränken, und ſeine Wohnung lieber ver⸗ einfachen. Seine Bruſt ſchien geheilt, und der Rheu⸗ matismus zog nur noch, wie Forſter ſcherzte, gleich den aus der Vendee vertriebenen Rebellen, in den be⸗ nachbarten Departements herum, doch mit verlornem Stachel.

Aber ſchon am 8. December lag der übermüthige, unvorſichtige Mann, der ſich an einem häßlichen pariſer Nebelabende ohne Überrock umhergetrieben hatte, mit einer Bruſtentzündung zu Bette. Die Schmerzen waren heftig, die erſten Nächte ſchlaflos. Ein kleiner Pole und der Mediciner Kerner, ein junger Schwabe, wechſelten in der Nachtwache bei ihm.

Mit dem Gefühle leidiger Entbehrung aller häus lichen Pflege verknüpfte ſich in ſeiner leidenden Bruſt die wehmüthige Vorſtellung von einer für die Zukunft viel leicht doch unvermeidlichen Trennung von den Seinigen. Mit Ergebung auch in dieſes Geſchick, ſchrieb er an Thereſe:

»Könnt Ihr es mit Euch ſelbſt ausmachen, auf den Fall, daß Huber eine Stelle in Deutſchland bekäme, dort zu bleiben, und Euch ſelbſt zu leben: ſo riethe ich noch jetzt, bietet alles auf, ſchreibt an alle Welt, ſetzt alle Triebfedern in Bewegung und verſchafft Euch ein