Unſer Philoſoph in der Noth kam dann immer gern auf ſeine alte Anſicht vom Zwecke des Lebens zurück, indem er ſich überzeugt hielt, daß Wirken nur der geringſte Theil deſſelben ſei, die Hauptſache aber in Wahrnehmen und Aufnehmen beſtehe,— in jenem geiſtigen Genuſſe, zu welchem wir die Welt, die außer uns iſt, durch Erfahrung, Ideenverbindung und Abſtrac⸗ tion in uns einbringen. Das Weſentliche unſeres Wir— kens ſei immer nur die Freude, die man an einander haben könne und folglich der Familien⸗ und Freundeskreis.
Mit dieſer allmählich gewonnenen Lebenseinſicht ſuchte alſo der Freund, der ſonſt mit ſoviel Unruhe ſich in's Weite der Welt zu entfalten geſtrebt hatte, ſein Daſein, leider zu kurz vor ſeinem Ende! in der Traulichkeit des Hauſes abzuſchließen. Allerdings der richtige, im Le⸗ ben der Pflanze ſo ſchön vorgebildete Weg der Natur zur Förderung unſeres Geſchlechtes, wenn Mann und Frau, was ſie in ihrem äußern und innern Lebenskreiſe erringen und erfahren, in regelmäßigen Perioden den Saamenkörnern ihrer nachwachſenden Familie als geiſtige Befruchtung zubrächten; ſtatt daß unſere heutige Verir⸗ rung dahin geht, ſich nicht bloß in ungemeßnem Streben, ſondern zugleich in dem zerſtreuendſten Genuſſe zu ver⸗ zehren. Dieſe Verwilderung, die man zur Weltbildung rechnet, führt dann in den unausweichlichen Rückläufen aus der Welt in's Haus dieſem Fruchtboden der Nach⸗ kommenſchaft nur allzuleicht eine ausartende Entwicklung zu, ſei es durch Verkümmerung oder durch Das, was man Supexfötation nennt.——
Für ſeine Perſon glaubte Forſter alles opfern zu
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