Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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fremdes Schickſal zu bilden. Leid und Freude, Wehmuth und Heiterkeit ſchwebten wie ein verklärtes Gewölk über dieſem Jura⸗Tabor eines in edelm Irren und Streben enttäuſchten und geprüften Mannes. Wie weit aus einander, wie verſchieden in ihrem äußern und innern Glanze lagen der wiener grüne Auguſt von 1784 und der ſchneeige November des Jura von 1793! Neun wechſelvolle Jahre!

Doch dies waͤren etwa die Betrachtungen eines Zu⸗ ſchauers jener Begegnung geweſen: für die drei ſo flüch⸗ tig wieder verbundnen Menſchen war es keine Zeit, das Räthſel ihrer Lage zu löſen. Forſter erſchien Thereſen und Hubern an Geſundheit gegen früher befeſtigter. Er war von der Reiſe nicht ermüdet, lebhaft in ſeinen Be— wegungen, klaren Auges und bei einiger Bläſſe doch ohne jene Mißfarbe und Flecken, durch die ſein ſcorbu⸗ tiſchss Übel ſich ſehr oft verrieth.— Vielleicht rührte aber dies Ausſehen von der frohen Aufregung der Seele her, die ihre Aufwallungen nicht immer von glücklichen Erſparniſſen beſtreitet, ſondern wohl auch den Lebens⸗ fonds angreift und voraus zehrt.

Im Übrigen traf ein, was Forſter bereits geſchrie⸗ ben: die Zeit wollte nicht zu allem hinreichen, was ſie einander zu ſagen und zu fragen hatten. Forſter erfuhr Manches, was Thereſe ihm noch nicht hatte ſchreiben mögen. So auch, daß ſie auf Anrathen einer geiſtreichen Dame aus der Nachbarſchaft ihres früheren Landſitzes ſich an den preußiſchen General Grafen von Kalkreuth, der die Belagerung von Mainz geleitet, um Schutz ihres Eigenthums gewendet und eine ſehr humane, Forſter's