276 Trennung allein die Schale füllen kann: ſo muß ſie noch hinein, und dann bleibt Ihrem Freunde allerdings ein andrer Weg.«
Inzwiſchen rückte die Angelegenheit ſeiner Sendung nicht vom Fleck, und das Geſchäft nahm eigentlich gar keinen Anfang. So hoffte Forſter bald wieder zurück⸗ zukehren, und dies um ſo lieber, als er durch ungeeig⸗ nete Diät und mancherlei Verdrießlichkeiten ſeiner Lage leidend war, dabei wegen des Preiſes von 130 Liores für die Klafter Holz ſeine Stube nicht heizen konnte, und in der ewigen Anſpannung, ſich nur zu erhalten und kein Verhältniß zu verletzen, um alle Unbefangen⸗ heit zu freiem Schaffen kam. Nur leſend nahm er ſeine Zuflucht zu Tacitus, Quintilian, zu Strada, Arioſt und Mably. Oder er griff nach einem Bändchen von Des⸗ touches, und blätterte in Miltons kleinen Gedichten.
Dabei rechnete er im Stillen auf den Tag, wo er Thereſen wieder ſehen und wenigſtens einige Stunden lang das Glück genießen werde, ſeine Kinder an's Herz zu drücken, wenn auch nur zur Stärkung auf neue Abweſenheit. Er bedurfte und getröſtete ſich ſolcher Stärkung.
Wirklich rückte dieſer Tag heran. Die Engländer antworteten gar nicht auf das Erbieten zu Unterhand⸗ lungen wegen Austauſches der Gefangnen. Forſter ſuchte daher um ſeine Rückberufung nach. Er rechnete den
11. October abreiſen zu können, und nach ein paar Tagen Aufenthalts in Paris am 24. in Pontarlier ein⸗ zutreffen, wohin das Wiederſehen verabredet war. Thereſe


