Wechſeln des Aufenthalts und mit ſo alles verſuchender häuslicher Noth, um einen Menſchen auszubilden, deſſen Geiſt ſo Verſchiednes aufnehmen, deſſen Kopf und Kennt⸗ niſſe ſo Vielerlei bewältigen, deſſen Zunge ſo mannich⸗ faltig anknüpfen und deſſen Herz ſo Unbeſtändiges be⸗ gehren konnte. Die Welt blieb dem in der Südſee geſchaukelten Knaben für ſein ganzes Leben ein bewegter Ocean; ihre ſocialen, ſittlichen, ſtaatlichen Verhältniſſe lagen nur wie zerſtreute Inſeln da, zu Entdeckungen, aber nicht zur Anſiedlung aufgeſucht und um des— Brotbaumes willen in Berechnung genommen. So zer⸗ ſetzte ſich die duftige Südfrucht, dem Knaben beſchieden, mehr und mehr in Fäulniß für den Mann. Und nach⸗ dem unſer Theori von Tahiti und dem Vorgebirge der guten Hoffnung Europa wieder erreicht hatte, ging es ihm, wie man von den Matroſen weiß, daß ſie, auch gelandet, noch wie auf dem wiegenden Verdecke des Schiffes mit geſpreizten Beinen ſchreiten: wohin er ſich wendete,— alles ſchwankte unter ihm oder er fühlte alles ſchwanken.
Freilich hatte er auch noch nie ſo wie jetzt in der Luft geſchwebt,— ohne feſten Boden für ſeine voll⸗ ſtändige Exiſtenz und doch überall, wo ihm ſolcher fehlte, mit einem Theil e ſeines Weſens feſtgehalten. Mainz und ſein engliges Amt war verloren, doch lag dort ſein häusliches und literariſches Eigenthum; Paris und die Revolution erregten ſeinen Widerwillen, dennoch ſtand er eben in ihrem Dienſte; in der Schweiz lebten ſeine Kinder, und er ſelbſt durfte und mochte ſich kaum


