Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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zwei Uhr fand er ſich bei Thereſen ein, ſte und die Kin⸗ der zum Spaziergang mitzunehmen, arbeitete darauf wie⸗ der bis Abends 7 Uhr, da er denn zum Thee kam, und den Abend blieb. Da wurde nun auch die Arbeit be⸗ ſprochen, mit der ſich die Freundin inzwiſchen bekannt gemacht hatte.

War Thereſe ſchon früher von engherzigen Menſchen ihrer Umgebung mit politiſchen Augen ſcheu angeſehen worden: ſo entzog ſie ſich jetzt, in dem unklaren Ver⸗ hältniſſe zu einem Freunde, lieber gänzlich dem geſelligen Verkehr. Um ſo leichter hofften beide Vertraute mit Sparſamkeit auszukommen; wobei Thereſe ſich entſchloß⸗ ner, als Huber, er ſich kindlicher, als ſie erwies,— der alte Liebling der Götter. Er arbeitete neben ſeinen eben unternommenen—»Friedens-Präliminarien«, zu denen Forſter Beiträge anbot, an ſeiner dramatiſchen »Juliane.«— Auch Thereſe verſuchte ſich jetzt mit der ſchriftſtelleriſchen Feder. Sie ſelbſt geſteht, daß es bei ihr mit der Orthographie und Grammatik ſcheu ausge⸗ ſehen habe, und die Anfänge überhaupt ſo jämmerlich ausgefallen ſeien, daß Huber ganze Seiten habe durch⸗ ſtreichen müſſen. Doch kam bald Eins zu Stande. Ob abſichtlich, oder durch unbeachteten Zufall bezüglich ge⸗ wählt, war es Louvets Divorce necessaire. Thereſe unternahm es bei der überſetzung zugleich, dem Roman einen fehlenden Schluß zu geben, und ſetzte Hubern durch die Leichtigkeit ihres Stils in Erſtaunen; ſo daß eigent⸗ lich die ſchriftſtelleriſche Meiſterſchaft einer freiwillig Ge⸗ ſchiednen mit dem Schluſſe der Erzählung von einer noth⸗ wendigen Scheidung ihren Anfang nimmt.