Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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abredet, und Forſter, im Juli davon in Kenntniß geſetzt, billigte alles.

So ahnet der Menſch oft nicht, daß es die Fäden der Zukunft ſind, die ſich um ihn anſpinnen, zu einem Gewebe, auf deſſen Muſter ſein Bild und Namenszug bereits ausgetilgt iſt!

Wie Forſter um dieſe Zeit und mit Bezug auf ſeine und Thereſens Lage über moraliſche Verhältniſſe über⸗ haupt dachte, erſehen wir aus einer brieflichen Betrach⸗ tung über die Kaiſerin Katharina. Wie man nämlich eine über das bürgerliche Recht hinausgehende hohe Po⸗ litik zugeſteht, nahm er, ſo zu ſagen, auch eine höhere Moral, oder vielmehr eine privilegirte moraliſche Ariſto⸗ kratie an.—»Du weißt ja, ſchrieb er an Thereſen, daß gewiſſe Dinge für gewiſſe Menſchen unmöglich mehr Das ſein können, was ſie dem engbrüſtigen Moraliſten ſind. Ich bin überzeugt, der Menſch auf einer höhern Stufe der Bildung darf thun, was Andre nicht thun dürfen.«

Die neue Lebenseinrichtung Thereſens war fol— gende:

Sie hatte den Landſitz des Herrn von Rougemont verlaſſen und ein kleines Gemach bei der Witwe eines Schloſſers in Neufchatel, dicht am See, genommen. Huber miethete ſich am obern Ende der Stadt ein. Er ſpeiste in einem Gaſthofe, Thereſe kochte mit der alten Magd. Morgens ließ Huber, zur Unterbrechung ſeiner frühen Arbeiten, durch den Bedienten das neunjährige Röschen zu einer Schreibſtunde abholen, und gab ihm dann für die Mutter mit, was er gearbeitet hatte. Um