Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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ihm Sorge. Ihren Briefen ſah er ſtets mit Verlangen und, wenn ſie ausblieben, mit Angſt entgegen. Hierin fand er ſich in ſeiner Umgebung nur von Miß Chriſtie theilnehmend verſtanden.

An den Kindern hing er, wie ſchon erwähnt, mit den zärtlichſten Gedanken, und labte ſich an jeder kleinen Nachricht als Erſatz der Trennung von ihnen. Er be⸗ ruhigte die Mutter über des ſonſt ja doch ganz hübſchen Röschens erfrorne Händchen, und freute ſich, daß Kläre ein trefflicher Tartar werde, und eine rechte Portion Volksſouveränetät mit beiden Backen behaupte. Wie gern hätte er Geſchenke und Unterſtützung geſchickt, wäre

er nur ſelbſt nicht in der gedrückteſten Lage geweſen!

Doch übermachte er mit Reiſegelegenheiten 25 Livres und Kleinigkeiten für die Kinder, ſo wie für Thereſen ein Kleid von Sirſaca, einem Zeuge, das hübſch und beſcheiden zugleich ſei.

Gegen den Sommer kam endlich jene Verabredung zur Ausführung, die bei Thereſens Scheiden aus Mainz von Forſter im Allgemeinen gutgeheißen war. Huber hatte ſich nach ſeiner Zurückberufung in Dresden über⸗ zeugt, daß ſein Vorhaben, für die Freundin und For⸗ ſter's Kinder zu leben, ſich zumal bei dem mit Forſter's Namen verbundnen Begriffe des Jacobiners, mit keinem Staatsdienſtpoſten vertrüge. Er hatte daher mit einer berliner Buchhandlung einen Vertrag abgeſchloſſen, der ihm bei ökonomiſcher Einrichtung ſein bisheriges Ein⸗ kommen auf literariſchem Wege ſicherte, und kam jetzt nach Neufchatel. Die Einrichtung, die ſie ſich hier ge— ben wollten, war zwiſchen ihm und Thereſen brieflich ver—