Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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derſehen der Seinigen noch immer Lauſanne, Genf oder Pontarlier unverkümmert.

Jene ungünſtige politiſche Atmoſphäre übte indeß keinen Einfluß auf Thereſens Anſichten, brachte kein— Wechſelfieber in ihre politiſche Geſinnung. Sie berief ſich gegen Forſter darauf, daß ja ihre Freiheitsliebe äl⸗ ter, als die franzöſiſche Revolution ſei. Nur den Ver⸗ luſt des deutſchen Bürgerrechts empfand ſie tief; worüber Forſter ſie zu beruhigen ſuchte, indem er ihr auch nach ſolchem Verluſte eine befriedigende Zukunft betheuerte. Mit Wärme ſprach er von den Vorzügen der Geiſtes⸗ freiheit und jenes hohen Unabhängigkeitsgefühls, das ſie beide durch Erziehung, Umſtände, Laufbahn und Aus⸗ zeichnung vor ſo vielen Deutſchen voraus hätten.— »Weisheit und Glück ſind unverträgliche Dinge, ſchrieb er einmal, wenn die Weisheit nicht ihr eignes Glück in ſich hätte, wobei man ſich allenfalls noch in die Schick⸗ ſale der Welt finden kann. Laß uns nur ſorgen, die Einfachheit und Reinheit unſerer Gefühle zu erhalten, damit wir unſere Empfänglichkeit nicht einbüßen. Mit ihr bleibt uns in den traurigſten Tagen eine unſchätzbare Summe froher Augenblicke des ſchönſten Naturgenuſſes. Ihren Eindrücken offen, entgeht uns nichts Großes, nichts Schönes, nichts Gutes, nichts Rührendes im Weltall, ohne daß die Saiten unſeres Herzens davon erklingen. Wenn uns der Zufall einen Erddurchmeſſer von einan⸗ der trennte, wären wir mit ſolchen Grundſätzen immer Einer des Andern gewiß, und zugleich gewiß, daß wir unſers Gleichen weit und breit nicht antreffen können.«

Nur Thereſens oft angegriffne Geſundheit machte

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